Seminar
ONLINE(!)-SEMINAR: Gruppentherapie als Strategische Persönlichkeitsentwicklung – Schwerpunkt Beziehungsfähigkeit und Empathie
DD029
Termin
26.04.2021, 09:00 - 16:30 Uhr
Ort
Dresden
Referent/in
Dipl.-Psych. Silke Ahrend
Teilnahmegebühr (ohne Frühbucherrabatt)
260,00 €
Zielgruppe
Ärztliche und Psychologische Psychotherapeut*innen, Coaches und Berater*innen.
Ziele
Kennenlernen eines entwicklungspsychologischen, störungsübergreifenden Gruppentherapiekonzeptes. Für die zwischenmenschlichen Entwicklungsstufen werden exemplarisch Interventionen und Bausteine vorgestellt und selbst erfahren und können danach für das eigene therapeutische Arbeitsfeld übernommen werden.
Beschreibung
In diesem Praxisworkshop wird ein Embodiment-fokussiertes verhaltensthera-peutisches Gruppentherapiekonzept zur Strategischen Persönlichkeitsentwicklung (nach Sulz) vorgestellt. Es geht um das Erlernen emotionaler und sozialer Kompetenzen, die in der Kindheit nicht erworben werden konnten und zu einer dysfunktionalen kognitiv-affektiven Verhaltensausprägung mit entsprechender Symptombildung in wesentlichen Lebensbereichen geführt hat. Das erlebnisorientierte Trainingsprogramm dient somit der Ressourcenstärkung sowie der Auflösung von Blockaden auf den verschiedenen Entwicklungsstufen. Insgesamt soll die Entwicklung eines kongruenten Selbst gefördert werden. Dieses Konzept kommt störungsübergreifend zum Einsatz und vermittelt den Klient*innen nützliche psychologische Landkarten zur Unterstützung der Mentalisierungsfähigkeit und der Selbstanwendung in ihrem Alltag.
Der Schwerpunkt in diesem Workshop liegt auf dem Beziehungsfokus der Klient*innen und orientiert sich an den Themen der zwischenmenschlichen Entwicklungsstufen (Gräff-Rudolph und Sulz, 2017). Jetzt wird das Wohlergehen auch der anderen Personen in den Mittelpunkt gestellt, sodass die eigenen Bedürfnisse und die der anderen in eine Balance kommen und es allen Personen gut gehen kann. Voraussetzung ist die erfolgreiche Bewältigung der davorliegenden selbstbezogenen Entwicklungsstufen.
Es werden Übungen vorgestellt, sich durch Perspektivenwechsel in die Intentionen und Gefühle der anderen Person hineinzufühlen (u.a. aus CBASP, Schramm, 2012). Mit der Embodiment-Methode Alba Emoting (nach Susanna Bloch) wird die Wechselwirkung der verkörperten Kommunikation im Sinne der Embodied Communication erlebt. Soziale Trigger in Stresssituationen werden transformiert (Hensel, 2017), sodass diese ihre automatische verhaltenssteuernde Wirkung verlieren und dadurch die Beziehungs- und Empathiefähigkeit insgesamt weiter verbessert werden kann.

Methoden:
Impulsvorträge sowie emotionsfokussierte, erlebnisorientierte Übungen und Rollenspiele.

Literatur:
Gräff-Rudolph, U. & Sulz, S.K.D. (2017). Entwicklung reifer Empathie durch Entwicklung auf die zwischenmenschliche Stufe – bei Patienten. In Sulz, Serge K. D. u.a. Entwicklung zur Empathiefähigkeit. Von der Selbstbezogenheit zur Beziehungsfähigkeit. Psychotherapie, Band 22-2, Psychosozial-Verlag.
Hensel, T. (2017). Stressorbasierte Psychotherapie: Belastungssymptome wirksam transformieren – ein integrativer Ansatz. Stuttgart: Kohlhammer.
Schramm, E. (2012). CBASP in der Gruppe. Das Kurzmanual. Stuttgart: Schattauer.