Seminar
Die Integration der MUSE. Gefühle und Bedürfnisse in der Therapie differenziert erfahrbar machen
DD009
Termin
27.04.2020 09:00 - 12:15 Uhr, 27.04.2020 13:45 - 17:00 Uhr, 28.04.2020 09:00 - 12:15 Uhr, 28.04.2020 13:45 - 17:00 Uhr
Ort
Dresden
Referent/in
Dipl.-Psych. Ralf Steinkopff
Teilnahmegebühr (ohne Frühbucherrabatt)
520,00 € (Preisgruppe 1 im Rahmen der VT-Wochen)
Zielgruppe
Anfänger und Fortgeschrittene, Psychologische Psychotherapeuten und Tätige im psychosozialen Bereich. Spezifische Kenntnisse in ACT, Klinischer RFT oder Funktionalem Kontextualismus werden nicht vorausgesetzt.
Ziele
Die Teilnehmer sollen eine differenziertere Haltung zu den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen gewinnen als Grundlage für die Arbeit mit anderen. Sie sollen zu mehr Offenheit und Mut gegenüber eigenen schwierigen Gefühlen gelangen und Klienten darin zielgerichteter unterstützen können. Der Ansatz soll gut in die eigene therapeutische oder psychosoziale Tätigkeit integrierbar sein.
Beschreibung
Häufig können Klienten nur wenige (Grund-)Gefühle benennen. Sie sprechen meist
nur von guten oder schlechten Gefühlen bzw. Stimmungen. Wissenschaftliche Erkenntnisse
zeigen, dass je spezifischer Gefühle benannt werden, desto mehr konkrete
Handlungsoptionen aus Gefühlen abgeleitet werden können. Das Wohlgefühl und der
therapeutische Fortschritt sind am größten, wenn nicht nur unangenehme oder nur
angenehme Gefühle fokussiert werden, sondern beide bzw. gemischte Gefühle.
Die Integration der Multiplen und Spezifischen Emotionen (MUSE) unterstützt Menschen
darin, Gefühlen und Bedürfnissen mehr Raum zu geben, sie wohlwollend und akzeptierend
zu explorieren. Das Wohlwollen spielt hier eine große Rolle. Verschiedene Varianten von
Selbst-Mitgefühl, Offenheit und Warmherzigkeit werden erkundet und als Interventionen
nutzbar gemacht.
Hierzu sind die Klinische RFT (Relational Frame Theory, in Deutsch: Bezugsrahmentheorie)
und der Funktionale Kontextualismus besonders hilfreich (Dritte Welle der
Verhaltenstherapie). Grundkonzepte werden soweit erläutert, wie sie zur Erkundung und
Differenzierung von Gefühlen und Bedürfnissen hilfreich sind. Der Workshop zielt darauf ab,
den Ansatz der Integration der MUSE in unterschiedlichen Therapieformen nutzen zu
können.

Methoden:
Präsentation, Rollenspiele, Übungen, die auch ungeliebte Gefühle und Selbst-
Mitgefühl umfassen. Der Workshop lebt auch von der Bereitschaft der Teilnehmer, sich
darauf einzulassen.

Literatur:
Neff, K. (2012). Selbstmitgefühl. Wie wir uns mit unseren Schwächen versöhnen und uns
selbst der beste Freund werden. München: Kailash (Random House).
Villatte, M., Villatte, JL., Hayes, SC. (2016). Mastering the Clinical Conversation. Language as
Intervention. New York: Guilford Press.


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Letzte Aktualisierung: 2019-10-17 23:00:27