Seminar
Einführung in die Behavioral Activation zur Behandlung depressiver Störungen
DD004
Termin
25.04.2020 09:00 - 12:15 Uhr, 25.04.2020 13:45 - 17:00 Uhr, 26.04.2020 09:00 - 12:15 Uhr, 26.04.2020 13:45 - 17:00 Uhr
Ort
Dresden
Referent/in
Dipl.-Psych. Mirco Rogg
Teilnahmegebühr (ohne Frühbucherrabatt)
520,00 € (Preisgruppe 1 im Rahmen der VT-Wochen)
Zielgruppe
Psychologen (Diplom/Master), Psychologische und Ärztliche Psychotherapeuten,
Psychologische Psychotherapeuten in der Ausbildung sowie alle
Berufsgruppen, die im Einzelsetting mit depressiven Patienten arbeiten.
Ziele
Vermittlung eines Grundverständnisses der BA sowie erste praktische Erfahrung im
Anwenden der Kernstrategien. Umgang mit typischen Hindernissen im Rahmen der
Depressionsbehandlung mit BA.
Beschreibung
Behavioral Activation (BA) ist eine bewährte und gut evidenzbasierte Methode zur
Behandlung von depressiven Erkrankungen, die im Zuge der dritten Welle der
Verhaltenstherapie neu überarbeitet wurde. Im Vordergrund steht der Aufbau von
werteorientierten Aktivitäten, die einen langfristigen und stabilen Zugang zu positiven
Verstärkern ermöglichen und dazu führen, dass das Leben als sinnvoll und erfüllend erlebt
wird. Die BA stützt sich auf das Verstärker-Verlust-Modell von Lewinsohn. Hiernach liegen
die Ursachen für Depressionen in einem Mangel an positiver Verstärkung oder einem
Übermaß an Bestrafung als Konsequenz. Eine Veränderung des Verhaltens mit einem Abbau von Vermeidungsverhalten und einem gleichzeitigen Aufbau von werteorientiertem,
antidepressivem Verhalten ist daher das hauptsächliche Behandlungsziel in der BA. Die
negative Stimmung wird durch die Aufnahme neuen Verhaltens verändert. Dabei folgt BA
einem von-außen-nach-innen-Modell.
In Verhaltensanalysen wird erarbeitet, was wichtigen Verhaltensweisen vorausgeht und
welche Konsequenzen folgen. Dabei wird das individuelle, antidepressive Verhalten für den
Patienten ermittelt. Gleichzeitig soll der Zusammenhang zwischen Verhalten und Stimmung
dem Patienten verdeutlicht werden. Das Verhalten wird immer im Kontext seiner Funktion,
anstatt in seiner Erscheinungsform betrachtet. Wichtiges Instrument sind Wochenstrukturpläne, die sowohl retrospektiv als auch prospektiv mit unterschiedlichem Schwerpunkt eingesetzt werden. Die direkte Verhaltensaktivierung verläuft in kleinen Schritten. Jede Woche sollte es ein konkretes, vereinbartes Verhaltensexperiment geben, dessen Konsequenzen erneut analysiert werden.

Methoden:
Vortrag und Präsentation, Praxisbeispiele, interaktives Rollenspiel,
Kleingruppen, Einüben von Fertigkeiten.

Literatur:
Martell, C., Dimidjan, S., Herman-Dunn, R. (2015). Verhaltensaktivierung bei Depression –
Eine Methode zur Behandlung von Depression. Stuttgart: Kohlhammer.
Faßbinder, E., Klein, J.P., Sipos, V., Schweiger, U. (2015). Therapie-Tools Depression.
Weinheim: Beltz.
Faßbinder, E., Rogg, M., Schweiger, U. (2018). Behavioral Activation: Therapie der
Depression. PsychUp2date; 12 (5): 379-394.
Jacobson, N., Dobson, K., Truax, P., Addis, M., Koerner, K., Gollan, J., Gortner, E., Prince, S.
(1994). A Component Analysis of Cognitive-behavioral Treatment for Depression. Journal of
Consulting and Clinical Psychology; 64: 295-304.
Martell, C., Addis, M., Dimidjan, S. Finding the Action in Behavioral Activation. In: Hayes, S.,
Follette, V., Linehan, M. (2004). Mindfulness and Acceptance – Expanding the cognitivebehavioral
Tradition. New York: Guilford Press.


Anmelden

© IFT-Gesundheitsförderung GmbH
powered by evidenz Software
Letzte Aktualisierung: 2019-12-09 00:00:24