Seminar
Transgenerationale Übertragung von Erfahrungen aus Kriegs- und NS-Zeit
DD003
Termin
25.04.2020 09:00 - 12:15 Uhr, 25.04.2020 13:45 - 17:00 Uhr, 26.04.2020 09:00 - 12:15 Uhr, 26.04.2020 13:45 - 17:00 Uhr
Ort
Dresden
Referent/in
Dipl.-Psych. Ulrike Pohl
Teilnahmegebühr (ohne Frühbucherrabatt)
520,00 € (Preisgruppe 1 im Rahmen der VT-Wochen)
Zielgruppe
Psychotherapeutisch tätige Psychologen und Ärzte sowie Personen, die im
psychosozialen Bereich tätig sind.
Ziele
Ziel dieses Workshops ist es, ein vertieftes Verständnis für die psychischen
Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges und des Nationalsozialismus auf Therapeuten und
Patienten heute zu erreichen und neue Ansatzpunkte für die therapeutische Arbeit zu
vermitteln.
Beschreibung
Die Jahre von 1933 bis 1945 haben tiefe Spuren in den Familien hinterlassen.
Traumatisierungen durch Kriegserlebnisse und Verfolgung, seelische Beschädigungen
durch den Nationalsozialismus, Verlust von Heimat durch Flucht und Vertreibung,
schuldhaftes Handeln und Schweigen, Opfer, Täter oder Mitläufer sein – all diese
Erfahrungen von Eltern und Großeltern können tiefgreifende Auswirkungen auf ihre
Nachkommen haben. Leiden diese an Symptomen wie Ängsten, Depressionen, Sucht etc.
erschließt sich das klinische Bild häufig erst dann, wenn die Vorgenerationen in die
therapeutische Perspektive einbezogen werden. Dies gilt insbesondere für die Weitergabe
von Traumata und unverarbeiteter Schuld. In der Psychotherapie sind die Nachwirkungen
von Krieg und NS-Zeit lange Zeit wenig berücksichtigt worden, treffen hier in den letzten
Jahren aber auf steigendes Interesse – auch dadurch angeregt, dass sich immer mehr
Menschen intensiv mit ihrer Familiengeschichte beschäftigen.
In dem Workshop wird auf die aktuelle Bedeutung des Themas eingegangen und ein
theoretischer Überblick über die transgenerationale Übertragung von Traumatisierungen
und Beschädigungen gegeben. Ausgewählte Forschungsergebnisse werden dargestellt.
Zudem werden Bezüge zur therapeutischen Arbeit und – bei Interesse – zur eigenen
Familiengeschichte hergestellt.

Methoden:
Vortrag, Fallbeispiele, Filmausschnitte, Diskussion mit Raum für persönliche
Erfahrungen, Übungen.


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Letzte Aktualisierung: 2019-10-17 23:00:27