Ärztliche und psychologische Einzel- und Gruppentherapeut:innen
Ziele
Sie lernen einen innovativen, methoden- und störungsübergreifenden Gruppentherapieansatz mit sechs Entwicklungsstufen und sieben MVT-Modulen kennen. Sie erleben, dass Gruppentherapie leicht sein und Spaß machen darf und wie Sie Ihre bisherige psychotherapeutische Arbeitsweise erweitern können.
Beschreibung
Ziel der MVT-Gruppentherapie (Ahrend 2023) nach dem innovativen Ansatz der Mentalisierungsfördernden Verhaltenstherapie MVT (Sulz 2021, 2022) ist die Heilung und das Wachstum der verletzten Seele der Patient:innen, um ein gelingendes, sinnerfülltes Leben möglich zu machen. Der gesundende Mensch wird wieder frei, mit Bewusstheit und Lebensfreude sein Leben so zu leben, wie er es will, anstatt weiter in der Identifikation mit seiner dysfunktionalen Lebens- und Beziehungsgestaltung sowie seiner störungsbedingten Symptomatik festzustecken.
Gemeinsam geht die Gruppe die Entwicklungsstufenleiter hinauf und erwirbt die dafür notwendigen Kompetenzen, die bisher noch nicht entwickelt werden konnten. Kurzgefasst sind das die Wiederherstellung von körperlicher Lebendigkeit, emotionaler Vitalität, mentaler Souveränität und empathischer Beziehungsgestaltung. Die Erlaubnis gebende Lebensregel öffnet den persönlichen Lebenssinn und das frei werden der eigenen Lebenskraft.
Wesentlich ist in der MVT-Gruppentherapie das störungsübergreifende Verständnis der Heilung von zentralen Verletzungen einer sicheren Bindung und einer gesunden psychischen Entwicklung. Dies geschieht durch die gemeinsame Gestaltung eines zwischenmenschlichen Vertrauens- und Resonanzraums. Die Patient*innen erlauben sich gegenseitig, sich so zeigen, wie sie wirklich sind, statt sich noch aus ihrer Überlebensregel weiter anpassen zu müssen. Dies führt zu einem wachsenden sicheren Bindungs- und Beziehungserleben in der Gruppe. Kontinuierlich angebotene Antidots bewirken tiefe korrigierende Erfahrungen des eigenen emotionalen Schmerzes und heilen auf diese Weise persönliche Bindungsverletzungen und traumatisierende Erlebnisse. Die Reflektion und Mentalisierung dieser seelischen Heilungsprozesse schafft eine zunehmende Bewusstheit, sich selbst und die anderen in ihrer Lebensgeschichte zu verstehen und dadurch wieder frei für das eigene Leben zu werden. Die Patient*innen erkennen zunehmend, wie sie mit den erworbenen Kompetenzen aktiv in ihrem Alltag die eigene innere Not wenden und in ihre Lebensfreude kommen können, die sie wieder zur eigenverantwortlichen Gestaltung ihres Lebens und gelingende Beziehungen befähigt.
Methoden: Impulsvorträge, Übungen, Reflektion zum eigenen Praxistransfer. Im Vordergrund steht das Zusammenspiel tiefer emotionaler Erfahrungen durch embodimentorientierte Methoden und darauf aufbauender Mentalisierungsförderung. Die Bereitschaft zur Selbsterfahrung ist Voraussetzung.